Lebensfreude beim
naturistischen WandernWer hat nicht die Sehnsucht,
wenigstens für einige schöne freie Stunden alle Zwänge von Gesellschaft, Mode und
Kommerz abzulegen und stattdessen mit allen Sinnen das Gefühl der Freiheit in der Natur
zu genießen? Nicht wenige Menschen gehen deshalb immer wieder gern über die
abenteuerliche Brücke zum naturistischen Wandern -- nur bekommt man sie selten zu sehen.
Nacktwanderer bevorzugen abgelegene und einsame Wege, denn sie wollen niemanden
erschrecken oder provozieren, der damit vielleicht ein Akzeptanzproblem haben könnte.
Also mischen sie sich nicht unter die Karawanen der Sonntagsspaziergänger.
Wie macht man bei zufälligen Begegnungen klar, dass dieses Wandervergnügen keinerlei
sexistischen oder sonstwie sittenwidrigen Hintergund hat? Paare, Familien und Gruppen, die
sich völlig natürlich bewegen und verhalten, wirken ganz gewiss nicht bedrohlich, auch
wenn sie "barfuß bis zum Hals" unterwegs sind. Falls trotz abgelegener Wegwahl
doch einmal jemand entgegenkommt, ist die Harmlosigkeit der Naturistengruppe
offensichtlich.
Schwieriger ist es, als Naturist alleine zu wandern. Da ist man allein mit seiner
Angst, falsch verstanden zu werden. Panisch ins Gebüsch zu springen, wenn Leute kommen,
ist gewiss die falsche Reaktion -- damit macht man sich tatsächlich verdächtig.
Erfahrene Nacktwanderer grüßen einfach freundlich und gehen ganz entspannt weiter. Und
sie schwören Stein und Bein, dass sie fast nur positive Reaktionen erleben.
Gottlob gibt es an Flüssen und Seen zahlreiche Bereiche, die ohnehin für freies FKK
genutzt werden, so dass sich niemand an unbekleideten Wanderern stört. Dort sind
naturgemäß die meisten Nacktwanderer aktiv.