Freies Wandern
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Lebensfreude beim naturistischen Wandern

Wer hat nicht die Sehnsucht, wenigstens für einige schöne freie Stunden alle Zwänge von Gesellschaft, Mode und Kommerz abzulegen und stattdessen mit allen Sinnen das Gefühl der Freiheit in der Natur zu genießen? Nicht wenige Menschen gehen deshalb immer wieder gern über die abenteuerliche Brücke zum naturistischen Wandern -- nur bekommt man sie selten zu sehen. Nacktwanderer bevorzugen abgelegene und einsame Wege, denn sie wollen niemanden erschrecken oder provozieren, der damit vielleicht ein Akzeptanzproblem haben könnte. Also mischen sie sich nicht unter die Karawanen der Sonntagsspaziergänger.

Wie macht man bei zufälligen Begegnungen klar, dass dieses Wandervergnügen keinerlei sexistischen oder sonstwie sittenwidrigen Hintergund hat? Paare, Familien und Gruppen, die sich völlig natürlich bewegen und verhalten, wirken ganz gewiss nicht bedrohlich, auch wenn sie "barfuß bis zum Hals" unterwegs sind. Falls trotz abgelegener Wegwahl doch einmal jemand entgegenkommt, ist die Harmlosigkeit der Naturistengruppe offensichtlich.

Schwieriger ist es, als Naturist alleine zu wandern. Da ist man allein mit seiner Angst, falsch verstanden zu werden. Panisch ins Gebüsch zu springen, wenn Leute kommen, ist gewiss die falsche Reaktion -- damit macht man sich tatsächlich verdächtig. Erfahrene Nacktwanderer grüßen einfach freundlich und gehen ganz entspannt weiter. Und sie schwören Stein und Bein, dass sie fast nur positive Reaktionen erleben.

Gottlob gibt es an Flüssen und Seen zahlreiche Bereiche, die ohnehin für freies FKK genutzt werden, so dass sich niemand an unbekleideten Wanderern stört. Dort sind naturgemäß die meisten Nacktwanderer aktiv.
 

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Die "Hosenmütze":
Für einsam wandelnde Naturisten gibt es eine pfiffige Möglichkeit, für alle Fälle Kleidung bereit zu halten, ohne sie lästigerweise in der Hand oder im Rucksack tragen zu müssen. Eine Sporthose kann zu einer Mütze gefaltet werden, die so aufgesetzt wird, dass sie mit einem Griff bereit zum Anziehen ist.  Frauen können in ähnlicher Weise einen trägerfreien Badeanzug als Kopfbedeckung tragen. So ist man, wenn nötig, in zwei Sekunden bekleidet -- vorausgesetzt, man ist barfuß, wie es für das Naturempfinden mit allen Sinnen ohnehin unerlässlich ist.

Sogar für FKK-Gegner, die nicht aus der Nähe nackt gesehen werden wollen, ist Nacktwandern eine mögliche naturistische Aktivität. Denn viele Menschen stören sich nicht am Nacktsein an sich, sondern an der Dichte, in der sich die Menschen in vielen FKK-Bereichen aufhalten. Beim naturistischen Wandern in freier Natur gibt es jedoch kein Gedränge.

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Man trifft sich und genießt