Freiheit für die Sinne
Nach oben Freiheit für die Sinne Freie Körpersprache Freiheit für die Füße Frei und aktiv Freie Presse Freiheit für Kinder Freiheit für Teens Freiheit für Paare Freiheit für Familien Freiheit für Singles

 

Jede Art von Lebewesen entwickelt besondere Eigenschaften, die sich als Überlebensvorteile bewähren. Bei uns Menschen besonders auffällig sind der aufrechte Gang, das große Gehirn und das zurückgebildete Haarkleid. Worin liegt nun der Vorteil dieser Entwicklungen?
 

Parallelentwicklung des aufrechten Gangs und des Gehirns
Aufrecht zu gehen hat den großen Vorteil, die Hände frei zu haben für den Umgang mit Tieren und Pflanzen, für handwerkliche Tätigkeit und Kunst, aber auch für Tanz und Spiel -- für alles, was heute unserem Leben seinen besonderen Reiz gibt. Mit den empfindungsstarken Hautsinnen der Fußsohle bleibt die enge Beziehung zur "alten Mutter Erde" bestehen, doch mit den Händen kann eine neue und reiche Welt gestaltet werden. So war der aufrechte Gang die Chance für die Evolution des Gehirns, dessen Reichtum an Ideen die Vielfalt der Schöpfung um die neue Dimension der Kultur erweitern kann.
 

Symbiosebildung
Nach gängiger Auffassung führt das Überleben der am besten Angepassten innerhalb einer Art zu deren Fortbestand und zur Anpassung an sich ändernde Bedingungen. Beschleunigt wird die Evolution durch Bildung neuer Symbiosen innerhalb einer zunehmenden Artenvielfalt. Dabei war der Mensch besonders erfolgreich, hat er doch Tausende von Kulturpflanzen und Haustieren domestiziert und eine innige Beziehung zu diesen Kreaturen entwickelt. Und das hat unsere Kultur überhaupt entstehen lassen. Die ältesten Höhlenmalereien zeigen -- Tiere und Pflanzen !!

Inzwischen erfolgt die Evolution unseres Gedankenguts viel schneller als die unseres Erbguts, folgt aber dem gleichen Grundsatz von Abänderung, Neukombination und Auslese. Die Weiterentwicklung von Kenntnissen und Strategien sichert und verbessert unsere Existenzgrundlagen im Symbiosenetzwerk der Natur.
 

Bedeutung der Hautsinne
Gewiss erforderte die Domestizierung der Tiere durch unsere Vorfahren ein besonderes Einfühlungsvermögen. Bei Bildung enger Beziehungen spielen die Hautsinne bekanntlich eine große Rolle. Also sind wir "dünnfellig" geworden, haben aber am ganzen Körper die feinen Häärchen behalten (auch -- fast unsichtbar -- die Frauen und Kinder), mit denen wir über das Haarbalggeflecht Berührungen schon spüren, bevor sie die Körperoberfläche errreichen. Wir haben also das Fell nicht ganz verloren, es hat sich in ein sensibles Sinnesorgan umgewandelt. Wärme, Kälte, Berührung, Vibration spürt die nackte Haut ganz direkt ohne Isolierschicht und wir können ohne Zeitverzug auf diese Reize reagieren. Die Haut ist eines unserer wichtigsten Organe zur Wahrnehmung unserer Umwelt geworden und sollte kein Schattendasein unter künstlichen Deckschichten fristen!

Um unser Leben zu meistern und unsere Art zu erhalten, dürfen wir alle Sinne der nackten Haut zum Einsatz kommen lassen. Andererseits ist es ebenso legitim, die Wolle, Naturfasern etc. unserer Symbiosepartner (Haustiere und Kulturpflanzen) zu benutzen, um daraus Kleidung zu machen, die bei Bedarf den Mangel an Fell ausgleicht. Es ist für uns Menschen ein einzigartiger Vorteil, dass wir in jeder Situation wählen können, ob nackt oder bekleidet sein besser für uns ist.
 

Zukunftsperspektiven:
Es wird dabei bleiben, dass die am besten an die Umwelt Angepassten die Zukunft unserer Art bestimmen. Dabei hilft es wenig, an vorübergehende Trends angepasst zu sein, wie an den durch Verheizen schwindender Ölvorräte erworbenen Wohlstand. Auf Dauer sind unsere sensiblen Sinne ein bedeutsamer Überlebensvorteil -- das ist schon seit Jahrtausenden so und wird weiterhin gültig bleiben. Ein toleranter und undogmatischer Naturismus bewertet empfindsame Nacktheit ebenso positiv wie den Schutz durch Kleidung, wenn dieser sinnvoll ist. Wir brauchen Offenheit, um immer den richtigen Weg einschlagen zu können.

nat_diana.jpg (36348 Byte)

 

nat_hautsinne.jpg (28309 Byte)

Die Hautsinne:

  1. Freie Nervenendigungen  (Schmerz)
  2. Tastscheiben
  3. Tastkörperchen
  4. Endkolben  (Kälte)
  5. Endplatten  (Wärme)
  6. Haarbalggeflecht  (Berührung)
  7. Lamellenkörperchen  (Druck)

Ein Beispiel für das perfekte Funktionieren der Hautsinne stellt die Wärmeregulation der Haut dar. Vom Tauchbecken der Sauna weiß man, wie schnell ein Kältereiz die Wärmeproduktion der Haut ankurbeln kann. Perfekt werden auch die männlichen Keimdrüsen auf der idealen Temperatur gehalten, die einige Grad unter der Körpertemperatur liegt. Wenn es warm ist, dehnt sich der Hodensack, so dass ein größerer Abstand von der warmen Körpermitte für Kühlung sorgt, Fühlt man sich kalt, werden die Hoden an den Körper herangezogen und gewärmt. Die lächerliche Verteufelung der männlichen Organe durch Teile unserer Gesellschaft zwingt diese jedoch permanent in enge Kleidung, so dass diese Regulation nicht funktioniert. Letztendlich geht die Überwärmung der Keimdrüsen auf Kosten der Zeugungsfähigkeit -- weil ein natürliches Regulativ unterdrückt wird! Die am besten an die Kleiderordnung unserer Gesellschaft Angepassten sind also in ihrem Fortpflanzungserfolg eingeschränkt -- und somit nach Darwins Gesetz vom Aussterben bedroht.

I

 

Zurück zur Naturismusseite

 

Man trifft sich und genießt