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Die Ratgeberseite:
Gesundes Leben

auf freiem Fuß
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| Viele Menschen verzichten gerne auf das unangenehme
Gefühl, in nasser Badekleidung oder verschwitzten Sporttrikots zu stecken. Stattdessen
lassen sie sich vom Sonnenlicht eine elegante nahtlose Bräune auf den Körper zaubern.
Mit allen Sinnen der Haut genießen sie Wind und Wasser, Sonne und Schatten und manchmal
auch einen warmen Sommerregen. So entsteht ein Gefühl
harmonischer Naturverbundenheit, welches mit dem Begriff "Naturismus" zum
Ausdruck gebracht werden soll. Gerne genießt man dieses freie und gesunde Lebensgefühl
-- gemeinsam mit anderen Menschen, die das ebenso positiv empfinden. Dass es heute so
viele Angebote für textilfreie Freizeitgestaltung gibt, darf zu den schönsten Segnungen
unserer Zivilisation gezählt werden!
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| Was macht den Naturismus aus? Das
positive Verhältnis zum Körper ist eine wesentliche Grundlage des Naturismus.
Man kann nicht gleichzeitig die Schöpfung loben und den Körper verteufeln. Auch ohne
Schutzkleidung verkraften wir so manchen Windstoß oder Regenschauer -- ein vernünftiges
Maß an Abhärtung stärkt sogar die Gesundheit. Bei geeignetem Wetter kann also getrost
auf Kleidung verzichtet werden, damit Luft und Wasser an den Körper kommen. Lediglich vor
den Strahlen der hoch stehenden Mittagssonne muss man sich schützen. Steht die Sonne
tiefer, kann man sie ohne Angst vor schädlichen UV-Anteilen genießen und in ihrem Licht
viele Sportarten treiben, die sich für textilfreie Ausübung eignen.
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| Kinder dürfen "Paradieskostüm" tragen. Zu
allen Zeiten wurde es als normal empfunden, dass Kinder unbekleidet spielten. Es war so
normal, dass auch das Jesuskind kaum anders als nackt dargestellt wurde (wie hier von
Raffael). Auch jenseits der Grenzen der FKK-Bereiche ist es gut und richtig, den
Kindern das freie Leben im Paradieskostüm zu gönnen. Sie entwickeln dabei eine positive
Beziehung zum Körper, die zur Selbstbestimmung befähigt und auch gegen sexuelle
Ausbeutung stark macht. Die Argumente dafür sind nicht neu -- sie liefert z.B. dieser Artikel aus der Zeitschrift ELTERN von 1967.
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| Zum Körper gehören auch die Füße doch viele
Menschen haben dies leider vergessen. Sie haben das Barfußlaufen völlig verlernt und
wissen nicht mehr, dass es ihnen zu Wohlbefinden und Gesundheit verhelfen kann. Der Trend,
dies wieder zu entdecken, kommt gerade in zahlreichen neu gegründeten Barfußparks in
Gang. Wir lernen wieder, den Untergrund bewusst zu erleben und den Füßen den
Trainingseffekt des Barfußlaufens auf abwechslungsreichem Naturboden zu verschaffen. Das
Bewusstsein für gute Ernährung soll nicht zu kurz kommen. So viel Zeit muss
sein, dass man aus hochwertigen Produkten der Region schmackhafte Speisen zubereitet und
genießt!
Rücksichtnahme auf die Natur ergibt sich aus dem Erleben ihrer
faszinierenden Vielfalt mit allen Sinnen. Naturismus kann auch bedeuten, sich als Teil
ihres Symbiosenetzwerks zu empfinden. Schöne Plätze am Fluss oder Badesee wachsen uns
besonders ans Herz, und wir setzen uns gerne dafür ein, dass sie in ihrer
Ursprünglichkeit erhalten bleiben.
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| Schön ist, was echt ist. Überspitzte Schönheitsideale,
wie sie die Medienwelt vergöttert, geben im Naturismus überhaupt keinen Sinn. Die
Natürlichkeit einer Mutter, die nach der Schwangerschaft nicht mehr mit einem
Waschbrettbauch glänzen kann, wirkt viel anziehender als die Künstlichkeit der mit
Silikon aufgepolsterten Pin-up-Sternchen. Freude am Anblick schöner Menschen soll und
darf jedermann empfinden, engere Beziehungen entstehen aber nicht durch Äußerlichkeiten,
sondern brauchen menschliche Harmonie als Grundlage. Freundschaft ohne
Hintergedanken ist für Naturisten selbstverständlich. Es geht gar nicht anders,
weil der unbedeckte Körper so vieles offenbart. Wenn etwa jemand andere Menschen als
Lustobjekte in Beschlag nehmen möchte, wird das, wenn er nackt ist, sofort bemerkt. Und
mit dieser Einstellung wird er in einer Naturistengemeinschaft nie Fuß fassen können. In
freundschaftlicher Atmosphäre ist strikte Ablehnung sexueller Belästigung
selbstverständlich und somit die gemeinsame Nacktheit das Natürlichste der Welt. Man hat
nämlich nichts zu verbergen!
Platzverweis für Exhibitionisten, heimliche Fotografen und unverschämte
Spanner ist berechtigt und der Standard in gut geführten FKK-Anlagen und
Vereinen. An inoffiziellen Plätzen ist manchmal Zivilcourage gefordert, um Belästigung
durch diese Minderheiten zu unterbinden. Man darf nicht zulassen, dass schöne
FKK-Badeplätze von ihnen in Beschlag genommen werden! Wenn man sich nicht gerade an einen
Swingertreff verirrt hat, kann man sicher sein, dass auch die anderen Naturisten
öffentliche Sexualität und Voyeurfotos ablehnen. Ebenso gilt eine klare Absage an einen
sexuell orientierten Nudismus, der in den anonymen Diskussionen des Internets immer wieder
anklingt. Mit dem Geist der Naturverbundenheit und Freundschaft hat dies nichts zu tun und
ist deshalb für die Mehrheit der Naturisten ohne Bedeutung.
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| Naturistische Gemeinschaft und Aktivität ist
das Anliegen zahlreicher FKK-Vereine, die ein Netzwerk von Hunderten schöner
Freizeitgelände, vor allem in Deutschland und Frankreich anbieten. Diese textilfreien
Camping-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten stehen allen Mitgliedern der in der Internationalen
Naturistenföderation zusammengeschlossenen Vereine zur Verfügung (die
kostengünstige Fördermitgliedschaft im DFK genügt). Naturistenurlaub in
allen Teilen der Welt wird von der Reisebranche angeboten. Viele der Angebote
entsprechen den Grundsätzen des sanften Tourismus. Die angebotenen Freizeitprogramme sind
auf ein weltoffenes Publikum zugeschnitten und meist musisch und naturverbunden
ausgerichtet, wie es z.B. dieser Erlebnisbericht
von Euronat näher beschreibt.
Kein Anliegen des Naturismus ist das Verbreiten von Pin-up-Fotos.
Naturisten wissen nämlich, wie unbekleidete Menschen aussehen. Der gigantische
Fleischbeschau im Internet hat mit naturverbundener Lebensweise und Spaß am freien
Körpergefühl wirklich nichts zu tun! Leider wird hierfür immer wieder der Begriff FKK
missbraucht und mit diesen völlig unpassenden Inhalten in Zusammenhang gebracht.
Das positive Gegenstück zu verstecktem Voyeurismus praktizieren viele
Millionen naturistisch aktiver Europäer, die in Freizeit und Urlaub mit Vorliebe
"barfuß bis zum Hals" gehen, baden, Sport treiben und saunieren. Es können
auch gerne mehr werden und die unzähligen FKK-Möglichkeiten nutzen, die über die unten
angegebenen Links leicht auffindbar sind.
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